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2022 · Innenstadt
Calwer Passage
ingenhoven associates / Christoph Ingenhoven, Düsseldorf · Tennigkeit Fehrle Architekten, Stuttgart · Engineering: Werner Sobek
Das bemerkenswerteste private Stadtgebäude Stuttgarts der letzten Jahre. Die 1978 erbaute denkmalgeschützte Calwer Passage – inspiriert von der Mailänder Galleria Vittorio Emanuele – wurde von einem siebenstöckigen Neubau mit einer 133 Meter langen Grünfassade ummantelt. Rund 11.000 Setzlinge in 2.000 Pflanzgefäßen begrünen die Fassade, auf dem Dach wächst ein Miniwald mit Bäumen bis 12 Meter Kronenhöhe.
Ingenhoven nennt sein patentiertes Konzept supergreen: Pflanzen ersetzen technische Anlagen – Efeu und Eibe verschatten als Smart Materials, Clematis als biologischer Luftreiniger, Schwarzkiefern sammeln Regenwasser. Das Gebäude erhielt 2023 DGNB Gold und Diamond Award sowie 2024 den Dezeen Award und den Advanced Climate Adaptation Award.
Büro & HandelGrünfassadeIngenhovenDezeen Award 2024
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2004 · Europaviertel
LBBW-Zentrale am Pariser Platz
Wöhr Mieslinger Architekten, Stuttgart
Der Hauptsitz der Landesbank Baden-Württemberg am Pariser Platz im Europaviertel ist mit rund 79 Metern Höhe das aktuell höchste Hochhaus Stuttgarts. Das Gebäudeensemble aus zwei Flachbauten und dem gläsernen City-Tower wurde zwischen 2001 und 2004 errichtet. Rund 1.500 LBBW-Mitarbeiter arbeiten in den Gebäuden. Die Doppelfassade aus Glas prägt den Auftritt des Europaviertels am Pariser Platz und setzte beim Bau neue Standards für Energieeffizienz in Hochhäusern.
HochhausBankgebäudeEuropaviertel79 m
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2017 · Stadtmitte
Dorotheen Quartier (Breuninger)
Behnisch Architekten, Stuttgart
Für das Traditionsunternehmen Breuninger schufen Behnisch Architekten ein gemischt genutztes Stadtquartier im Kern der Stuttgarter Innenstadt. Drei Neubauten mit Büros, Gastronomie, Läden und Wohnungen unter einer gläsernen Dachlandschaft als expliziter „fünfter Fassade" – begründet durch die Kessellage der Stadt, von der aus man die Dächer von den Hängen herab wahrnimmt. Die Kalksteinfassade mit blausilbern bedruckten Glasdachgeschossen schimmert je nach Licht unterschiedlich.
Handel & WohnenBehnischBreuningerGlasdach
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1928 · Stadtmitte
Tagblatt-Turm
Ernst Otto Oßwald, Stuttgart
Das erste Stahlbetonhochhaus Deutschlands – und weltweit das erste Hochhaus in Sichtbeton – entstand als privates Verlagsgebäude der Zeitung „Stuttgarter Tagblatt". Der 18-stöckige Turm ist Stuttgarts ältester Wolkenkratzer und eines der wichtigsten Zeugnisse des Neuen Bauens. Seine markante Leuchtschrift und kubische Strenge sind bis heute prägend. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und wird als Bürohaus genutzt.
HochhausBüroNeues BauenDenkmal
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2009 · Stadtmitte
Z-UP
Prof. Wolfgang Kergaßner, Stuttgart
Das Büro- und Wohngebäude verdankt seinen Namen seinem Z-förmigen Grundriss, der auf die Stuttgarter Straßenführung reagiert. Die runden Ecken der breiten, weißen Fensterrahmen kontrastieren mit dem schwarzen Hintergrund – eine unverwechselbare Fassadenkomposition in der Stuttgarter Innenstadt. Das UP im Namen symbolisiert die exponierte Hanglage mit Blick auf die Stadt. Unter anderem war der Reader's Digest Verlag hier ansässig.
Büro & WohnenKergaßnerZ-Grundriss
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2001 · Stadtmitte
Bosch Areal – Glasdach
Schlaich Bergermann und Partner, Stuttgart
Das private Industrieareal der Robert Bosch GmbH neben der Liederhalle wurde mit einem spektakulären Glasdach aus 1.000 Einzelscheiben überspannt. Die historischen Fabrikgebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert – mit Art-Déco-Fassaden und Klinkerelementen – erhielten damit eine neue innerstädtische Qualität. Das Werk der Stuttgarter Ingenieurbüros Schlaich, Bergermann und Partner steht exemplarisch für die Verbindung von Konstruktionskultur und Bauerbe.
Büro & GewerbeSchlaich BergermannBoschGlasdach
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2013 · Stadtmitte
K32 – Büro- und Hotelgebäude
LRO – Lederer Ragnarsdóttir Oei, Stuttgart
Das markante Büro- und Hotelgebäude in der Kriegsbergstraße 32 vom Stuttgarter Büro LRO zeigt, wie innerstädtische Lückenschließung mit architektonischem Anspruch gelingt. LRO favorisierten Weiterbauen statt Abriss: Das K32 ist prägnant ohne Spektakel, stärkt das Stadtbild ohne es zu übertrumpfen. Das Gebäude beherbergt unter anderem Hotelnutzungen und Büroflächen.
Büro & HotelLROKriegsbergstraße
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2011 · Herdweg
Bürogebäude blocher partners
blocher partners, Stuttgart
Das Stuttgarter Architekturbüro blocher partners war beim Bau seiner neuen Zentrale gleichzeitig Architekt und Bauherr. Das Ergebnis: ein Bürogebäude in innerstadtnaher Hanglage, das mit Sichtbetonoberflächen, Betonkernaktivierung über 35 Erdbohrungen und einer Wärmepumpe konsequent ökologisch gebaut wurde. Die DGNB Gold-Vorzertifizierung belegt den Anspruch. Ein seltenes Beispiel für ein Architekturbüro als überzeugter eigener Auftraggeber.
Büroblocher partnersDGNB GoldNachhaltigkeit
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2014 · Europaviertel
Milaneo
RKW Rhode Kellermann Wawrowsky, Düsseldorf
Mit rund 200 Geschäften auf mehreren Ebenen ist das Milaneo das größte Einkaufszentrum Stuttgarts. Es entstand auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs als Teil des Europaviertels – einem der größten innerstädtischen Stadtentwicklungsprojekte Deutschlands. Das Milaneo ist Teil eines privat finanzierten Quartiers, das die Stuttgarter Bahnhofsumgebung im Zuge von Stuttgart 21 transformiert.
HandelEuropaviertelStuttgart 21
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2021 · Vaihingen
OWP 12 – Drees & Sommer Zentrale
Blocher Partners, Stuttgart
Die neue Firmenzentrale des Beratungsunternehmens Drees & Sommer in Stuttgart-Vaihingen ist ein konsequentes Plusenergiegebäude: Erdwärme- und Luftwärmepumpen kombiniert mit Photovoltaik auf Dach und Fassade machen das Gebäude zum Energieerzeuger. Cradle-to-Cradle-Konzeption, Grünfassade an der Nordseite und ein integriertes Mobilitätskonzept machen das Haus zu einem Demonstrationsobjekt nachhaltiger Unternehmensarchitektur.
BüroPlusenergiehausVaihingenCradle to Cradle